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Institut für Soziales Recht

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Aufgaben des Instituts für Soziales Recht

Das Institut engagiert sich in den Bereichen Lehre, Fort- und Weiterbildung, Praxis, Forschung, Entwicklung und Internationalisierung. Die Komplexität des Rechts erfordert es, dass Klientinnen und Klienten Sozialer Arbeit bei ihrer Rechtsverwirklichung und der Abwehr unberechtigter Eingriffe und Forderungen sachkundig unterstützt werden. Daher sollten SozialarbeitswissenschaftlerInnen für Soziales Recht sein, (Crefeld in Blätter der Wohlfahrtspflege 2009, S. 132 ff.).

Institutsmitglieder

Professorinnen und Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter, ...


Institut für Soziales Recht (ISR)

1. Das Soziale Recht als Gegenstand der Sozialen Arbeit

Recht und soziale Arbeit befassen sich mit gesellschaftlichen Problemlagen und wollen diese positiv beeinflussen.

Soziale Arbeit, verfolgt das Ziel:

- der Wahrung der Menschenrechte

- der Förderung der Selbstbestimmung

- der gesellschaftlichen Inklusion

- der Sicherung der materiellen Existenzgrundlagen

- der Wahrnehmung des „Staatlichen Wächteramts“ (Art. 6 Abs.2 Grundgesetz)

Der Begriff des „Sozialen Rechts“ meint jedes Recht, das einen sozialpolitischen Zweck verfolgt. Das Soziale Recht ist damit umfassender als das Sozialrecht. Das Soziale Recht ist sowohl im öffentlichen Recht als auch im Zivil- und Strafrecht zu finden. Neben den Sozialgesetzbüchern (SGB I – XII) findet sich soziales Recht im Bereich des sozialen Förderungsrechts (BAföG, BEEG, OEG), im Antidiskriminierungsrecht des Bundes (z.B. Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, Bundesgleichstellungsgesetz, Bundesbehindertengleichstellungsgesetz) aber auch in vielen Ländergesetzen, so in den PsychKGs, den Landesgleichstellungs- und den Heimgesetzen (z.B. im Wohn- und Teilhabegesetz NRW).

Zum „Sozialen Recht“ zählen viele Regelungen aus dem Zivilrecht, wie das Familienrecht, der Kündigungsschutz im Wohnraummietrecht oder im Arbeitsrecht, die Verbraucherinsolvenz, der Pfändungsschutz, der Gewaltschutz und die Rechtsinstitute Betreuung und Vormundschaft. Bestandteil des Sozialen Rechts sind verfahrensrechtliche Regelungen wie die Mitwirkung im kindschaftsrechtlichen Verfahren, Verfahrenspflegschaft und Verfahrensbeistandschaft. Im Bereich der Strafjustiz bilden diejenigen Normen soziales Recht, die die Aufgaben, Ziele und Rahmenbedingungen der Sozialen Arbeit im Strafverfahren und der Strafvollstreckung regeln, hierzu zählen die Jugendgerichtshilfe, die Bewährungshilfe und die Prozessbegleitung und Beratung von Zeuginnen und Zeugen, die Opfer von Gewalt wurden, aber auch die Betreuung und Resozialisierung von Insassen in Justizvollzugsanstalten und forensischen Kliniken.

Das materielle Strafrecht beinhaltet „Soziales Recht“ wie beispielsweise den Schutz der körperlichen Unversehrtheit, den Kindesschutz und den Schutz der sexuellen Selbstbestimmung. Aber auch im Internationalen Recht sind Ausprägungen des Sozialen Rechts enthalten, wie der UN-Kinderrechtekonvention oder der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Die Mitglieder des Instituts für Soziales Recht bearbeiten die vielfältigen Bereiche des sozialen Rechts und sind dabei gerade auch an den Schnittstellen öffentlichen und privaten Rechts tätig.

2. Studium: Die Lehrangebote des Instituts für Soziales Recht

Viele Bereiche des sozialen Rechts werden in den verschiedenen Studiengängen der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften gelehrt, um den Studierenden die notwendigen Grundlagen und die Rechtsanwendungskompetenz zu vermitteln. Für Tätigkeitsbereiche, die ein herausgehobenes Maß an juristischer Kompetenz erfordern, wurde zudem der Masterstudiengang Beratung und Vertretung im Sozialen Recht entwickelt, der seit 2004 gemeinsam mit dem Institut für Geschlechterstudien der Fakultät angeboten und organisiert wird.

Die Mitglieder des ISR lehren in folgenden Studienmodulen:

a. Bachelor Studiengang Soziale Arbeit

in dem Modul 8: Humanwissenschaften

- Sozialmedizin
- Wahlpflichterweiterung Humanwissenschaften - Sucht


in dem Modul 10: Grundlagen der Sozialwirtschaft und des Rechts der Sozialen Arbeit

- Einführung in das Recht
- Sozialleistungen und Sozialverwaltungsverfahren
- Jugend- und Familienrecht
- Recht der Sozialen Grundsicherung
- Ausgewählte Rechtsfragen der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Betreuung von volljährigen Menschen
- Ausgewählte Rechtsfragen der Arbeit im ambulant und stationär betreuten Wohnen und in der Beratung und Begleitung von Menschen in besonderen Lebenslagen


in den Modulen 17 C und 18 C: Recht ausgewählter Arbeitsfelder

- Erwachsenenschutzrecht: Betreuungsrecht und PsychKG
- Jugendkriminalität und Jugendstrafrecht – Gutachterliche Stellungnahmen und Bewährungshilfe
- Soziale Arbeit mit Menschen mit Behinderungen und bei Pflegebedürftigkeit
- Kindeswohl zwischen Jugendhilfe und familiengerichtlichen Verfahren in Kooperation mit dem IRIS-Institut
- Intervention bei häuslicher und sexualisierter Gewalt
- Schuldnerberatung

b. Bachelor Studiengang Pädagogik der Kindheit und Familienbildung

in dem Modul 1.4.1 Vorlesung: Familien- und jugendrechtliche Grundlagen der Arbeit mit Kindern und Familien in Einrichtungen der Jugendhilfe

in dem Modul 1.4.2 Seminar: Rechtliche Grundlagen der Sozialleistungen für Kinder und Familien (praxisnahe Erarbeitung von Schwerpunktthemen)

c. Master Studiengang Beratung und Vertretung im Sozialen Recht
Modul 1

Modul 2

Modul 6

Modul 7

Modul 8

Modul 12

Modul 13

Modul 16

Modul 18
Rechtsverwirklichung und Zivilrecht

Ausgewählte Gebiete des Sozialrechts

Ethik und Recht der Beratung

Ausgewählte Rechtsgebiete des Zivilrechts

Gestörtes Erleben und Verhalten

Wahlpflichtmodul Zivil- und Sozialrecht

Integratives Fall- und Supervisionsseminar

Integrative Projektseminare

Europäisches Kooperationsseminar

Zudem übernehmen die Institutsmitglieder die Betreuung zahlreicher Bachelor- und Masterarbeiten.

3. Fort- und Weiterbildung an der Fachhochschule Köln

Frau Prof. Dr. Julia Zinsmeister bietet Module in dem Zertifikatskurs „Strategien zur Inklusion“ an. Das Angebot wird durch das ZaQwW der FH Köln angeboten.

Weitere Informationen zum Zertifikatskurs hier:


4. Weiterbildung und Wissenstransfer

Die Mitglieder des Instituts bieten in vielen Bereichen des Sozialen Rechts Fort- und Weiterbildungen an.

Dabei kooperieren die Institutsmitglieder mit folgenden Fortbildungseinrichtungen im Bereich des Wissenstransfers, der Weiterbildung sowie der praxisorientierten Forschung und Entwicklung:

  • Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V.
  • Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V., Frankfurt
  • Diakonieinstitut für berufliche Bildung, Düsseldorf
  • Weiterbildungsinstitut Verfahrensbeistandschaft, Eitorf
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln
  • Bundesakademie für Kirche und Diakonie, Berlin
  • Recht Würde Helfen e.V. – Institut für Opferschutz im Strafverfahren e.V., Berlin
  • Strategien gegen sexualisierte Gewalt, Fortbildung - Beratung – Prävention, Köln
  • Institut für Sexualpädagogik e.V., Dortmund
  • Bundesverband pro familia e.V., Frankfurt/M.
  • Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter e.V., Kassel
  • Zentrum für Disability Studies, Hamburg
  • Stadt Köln - Amt für Kinder, Jugend und Familie - Ausbildung, Fortbildung, Supervision
5. Forschung

Die Mitglieder des Instituts sind in der Forschung auf den Gebieten des Sozialen Rechts tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte finden sich in folgenden Rechtsbereichen:
Rechte von Menschen mit Behinderungen, Rechtsfragen der Geschlechterverhältnisse, Antidiskriminierungsrecht, Instrumente und Methoden im Erwachsenenschutzrecht (Betreuungsrecht, Vorsorgerecht und PsychKG, Gewalt in der Pflege), institutionelle Verantwortung bei Kindeswohlgefährdungen, Netzwerkstrukturen und Einzelfallhilfe bei häuslicher Gewalt sowie der Themenbereich: Gewalt in Institutionen einschließlich sexualisierter Gewalt.

Die Mitglieder des Instituts publizieren regelmäßig in Fachzeitschriften, Lehrbüchern und Handbüchern und halten Vorträge auf Tagungen und Konferenzen. Das ISR ist an interdisziplinären Forschungsprojekten beteiligt. Das Institut will auf seinen Forschungsgebieten dazu beitragen, das Recht fortzuentwickeln, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis einfließen zu lassen und die transdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern.

Die Mitglieder bringen sich als GutachterInnen bei Bundes- und Landesministerien, als Sachverständige in parlamentarischen Anhörungen und als wissenschaftliche Mitglieder verschiedener Beiräte und rechtspolitischer Arbeitsgruppen in die Weiterentwicklung des Sozialen Rechts ein.

Zu den Kooperationspartnern im Bereich der Forschung gehören u.a.:

  • Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld
  • Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Frauen- und Genderforschung e.V., Frankfurt/Main,
  • Institut für Sozialforschung und Sozialpolitik (ISG), Köln
  • Interdisziplinäres Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Bielefeld
  • Informationszentrum Kindesmisshandlung / Kindesvernachlässigung des Deutschen Jugendinstituts, München
  • Sozialwissenschaftliches FrauenForschungsinstitut Freiburg/Berlin
  • SOKO Institut GmbH, Sozialforschung und Kommunikation, Bielefeld
  • Dissens e.V., Institut für Bildung und Forschung, Berlin
6. Internationalisierung

Das Institut für Soziales Recht engagiert sich kontinuierlich in der internationalen Rechtsvergleichung. Fachaustausche und Austausche mit Studierenden werden mit folgenden Kooperationspartnern durchgeführt:

  • CÉMEA Nord-Pas-de-Calais, in Lille, Frankreich auf dem Gebiet Kinder- und Jugendhilfe
  • School of Social Work, Social Policy and Sociology der Queens University Belfast, Nordirland auf dem Gebiet der Jugendhilfe und des Erwachsenenschutzes
  • Fachhochschule Kärnten, Studienbereich Gesundheit und Soziales, Feldkirchen in Österreich
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pfeil_grau Kontakt
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Prof. Dr. Dagmar Brosey
Institut für Soziales Recht (ISR)
Telefon:
0221 8275 -3326
Telefax:
0221 8275 -3349
E-Mail:
dagmar.brosey@fh-koeln.de
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Nachrichten, Pressemitteilungen und Termine

Alle Neuigkeiten des Instituts für Soziales Recht (ISR)

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18.11.2014
Prof. Dr. Dagmar Brosey in staatliche Besuchskommission berufen
Prof. Dr. Dagmar Brosey ist als juristische Sachverständige vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW (MGEPA) als Mitglied der staatlichen Besuchskommission nach dem PsychKG berufen.
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Häusliche Pflege im Fokus: Was tun bei Gewalt, Vernachlässigung und Missbrauch?
06.11.2014, 16.00 Uhr: Missachtung von Wünschen pflegebedürftiger Menschen und gar Gewalt gegenüber Pflegebedürftigen ist ein Phänomen, das in der Öffentlichkeit aber auch in der Fachwelt zu wenig Beachtung findet. Es ist ein Phänomen, das wenig sichtbar - hinter verschlossenen Türen stattfindet.
[…]
26.02.2014
Deutscher Weiterbildungspreis für Prof. Brigitte Caster von der Fachhochschule Köln
Den mit 10 000 Euro dotierten Deutschen Weiterbildungspreis des Hauses der Technik hat Prof. Brigitte Caster von der Fakultät für Architektur und Mitglied im Hochschulrat der Fachhochschule Köln gewonnen. Ihr Wettbewerbsbeitrag „Strategien zur Inklusion“ beschreibt das Konzept des gleichnamigen zweisemestrigen Zertifikatslehrgangs, den die Fachhochschule Köln 2012 das erste Mal angeboten hat.
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