"Kids Mobile Gaming"
Seit dem 1. April 2011 fördert die RheinEnergieStiftung über zwei Jahre ein Forschungsprojekt der FH Köln zusammen mit der Universität zu Köln über die Nutzung und Bedeutung von Spielen auf digitalen Endgeräten im lebensweltlichen Kontexten von Kindern. Neben der Analyse des Hard- und Softwaremarkts werden insbesondere Daten über die Nutzung von mobilen Spielekonsolen, Spielen auf Handys und Portable Media Playern, ihre Funktion und Bedeutung sowie Integration in das Alltagshandeln der Kinder erhoben. Auf der Grundlage des erarbeiteten und interpretierten Datenmaterials sollen wichtige Ergebnisse für die medienpädagogische Grundlagenforschung im Bereich des Zusammenhangs von kindlichem Medienalltag und Spielen auf mobilen Endgeräten geliefert werden. Zugleich wird angestrebt, Hinweise und Schlussfolgerungen für die medienerzieherische Praxis sowie die Medienpolitik zu formulieren.
Das Projekt schließt damit eine Forschungslücke. Studien zum Computerspielverhalten bei Kindern, insbesondere zu der zunehmend bedeutsamer werdenden mobilen Nutzung, und die notwendige Verknüpfung mit lebensweltlichen Kontexten und sozialen Strukturen, liegen bisher nicht vor. Die wenigen Studien, die sich mit der Thematik beschäftigen, haben eine nur begrenzte Aussagekraft und basieren meist auf einem eingeschränkten Konzept mobilen Spielens. Auch sind sie oft veraltet und beziehen somit den zentralen Stellenwert der neuen Generation mobiler Spielesysteme und Anwendungen nicht ein. Zudem sind sie der marketingorientierten Forschung zuzurechnen und damit insbesondere auf werberelevante Fragestellungen zugeschnitten. Weiterhin sind sie zu unspezifisch im Hinblick auf die Altersgruppe der Kinder, indem nur oder schwerpunktmäßig die jungen Jugendlichen ab 14 Jahren berücksichtigt werden. In Studien, in denen das allgemeine Mediennutzungsverhalten von Kindern im Vordergrund steht, ist die Computerspielnutzung, insbesondere diejenige, die sich auf mobile Endgeräte bezieht, ebenfalls lediglich ein kleiner Teilaspekt der Untersuchung oder sie wird gar nicht thematisiert.
Konferenz zum Thema "Pornografisierung von Gesellschaft?!"
Auf der Konferenz vom 28. bis 30. Oktober 2010 an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der FH Köln setzten sich Wissenschaftler/-innen unterschiedlicher Fachrichtungen mit den Dimensionen und Bedeutungen pornografischer Bezüge in der Gesellschaft auseinander.